Unsere Taufen im Int. Gospel-Gottesdienst am 9. April 2017

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Gruß zum Karfreitag: „Kein Ort- Kein Platz- Keine Zeit“

„Migranten und die Such nach Platz“

Ein Erfahrungsbericht von Pastor Peter Sorie Mansaray

 

Damals, vor zwanzig Jahren, machte ich meine erste Erfahrung mit der Ausgrenzung von Migranten in Deutschland.

Ich wollte mit Freunden in die Disco gehen, um Spaß zu haben. Doch beim Eintritt hat uns der Türsteher gestoppt, ohne einen Grund dafür zu geben. Wir fühlten uns sehr verletzt und haben mit dem Mitarbeiter energisch diskutiert. Während der Diskussion hat er dann die Polizei gerufen. Wir waren darüber sehr froh, denn wir dachten, wenn die Hüter des Gesetzes kommen, bestätigen sie uns unser Recht auf Eintritt. Zu unserer großen Überraschung haben die Polizisten dann dem Türsteher Recht gegeben und wir durften nicht in die Disko. Für uns war da kein Platz.

Migration ist so alt wie die Menschheit. Menschen haben immer ihre vertraute Umgebung verlassen, um einen besseren oder sichereren Lebensraum zu finden, einen Ort, wo sie sich und ihre Potentiale entfalten können und wo sie unter menschenwürdigen Umständen leben können.

Heutzutage ist Migration nach Europa bzw. Deutschland oft mit Schmerz, mit Ausgrenzung und dem Gefühl des Nicht-gewollt-seins verbunden. In den meisten Fällen wird die erhoffte Verbesserung der Lebensqualität nicht erreicht.

Als afrikanischer Pastor bin ich mit vielen Migranten in Kontakt gekommen, die von ihren Erfahrungen mit dem Nichtgewollt-sein erzählten. Besonders schwer haben es die Flüchtlinge aus Afrika, welche ihr Leben riskieren, um auf dem Seeweg nach Europa zu gelangen. Diese Flüchtlinge sind so verzweifelt, dass nicht einmal das Risiko zu sterben sie daran hindert, dieses Wagnis einzugehen.

Wenn sie es dann schaffen, in Europa anzukommen, werden sie meistens nicht willkommen geheißen, nicht selten sogar misshandelt und oft abgeschoben. Europa ist zu einer Festung geworden und die Hürden für normale Einwanderer sind fast unüberwindbar. Das Elend tausender afrikanischer  Flüchtlinge, die auf diesen Reisen sterben, steht mir vor Augen.

Lässt uns das Leiden dieser Flüchtlinge kalt und gleichgültig? Sind diese Migranten weniger Menschen, nur weil sie ihr Leben riskieren, um nach Europa zu kommen? Sind sie weniger wert, weil sie sich verzweifelt ein besseres Leben wünschen oder auch nur ihr Leben retten wollen?

Migration und Wanderungsbewegungen sind ein Phänomen, mit dem wir lernen müssen zu leben. Ich denke nicht, dass sich das Problem lösen lässt, indem man die Einwanderung erschwert und die Mauern der „Festung Europa“ immer höher zieht  und diese verzweifelten Menschen zu Kriminellen abstempelt.

Wir sind aufgerufen, Propheten für unsere Zeit zu sein, indem wir diese Missstände in unserer Gesellschaft beim Namen nennen. Als afrikanischer Pastor und Migrant werde ich jeden Tag mit den Problemen der Flüchtlinge konfrontiert. Wir dürfen diese Menschen nicht zu Sündenböcken für eine verfehlte Politik machen. Und wir können es uns auch nicht leisten, diejenigen, die wie wir ein Ebenbild Gottes sind, als Menschen zweiter Klasse abzustempeln.

Jesus predigte die Liebe für alle Menschen als Weg zum Himmel. Immer wieder betonte er die Notwendigkeit, Gottes Ebenbild in allen Menschen, besonders in denen, die am Rande der Gesellschaft stehen, zu sehen. Wir dürfen nicht gleichgültig auf die Schreie von Tausenden reagieren, die auf ihrer Flucht nach Europa im Mittelmeer ertrinken.

Als Christen sind wir aufgerufen zu handeln. Jetzt ist es an der Zeit, sich daran zu erinnern, was Jesus in Matthäus 25, 25–30 sagt: Wenn wir die Tür für einen Fremden öffnen, öffnen wir sie für ihn. Ich möchte uns alle ermutigen, niemals zu vergessen, dass Christus in jedem von uns lebt und dass er immer an der Seite der Ausgestoßenen und Benachteiligten war.

Pastor Peter Mansaray

Practicing Christianity in Hamburg

Intercultural encounters are vital for religions, esp. for Christianity, because intercultural exchange describes the heartbeat of Christianity. Pentecost, the birth of the church, is nothing else but an intercultural exchange. Christianity lives from intercultural encounters, because of its universalism. So it’s obvious that the Christian religious practice must be shaped by intercultural encounters.

Our two church communities – the Lutheran church of St. Georg and the African Christian Church have made it possible for the youths of both church communities to have the experience of learning in an intercultural atmosphere. The second group of our Students will be confirmed on the 7th of May at 11 am in the St. Georg´s Church. We wish to invite you to this occasion.

In anticipation of this event we undertook our final outing with our confirmation students from Friday the 24 to Sunday the 26 of March this year at the youth hostel in Mölln, about an hour’s drive from Hamburg. During these days we had a very intense encounter with the group and where able to reflect on the past two years. The general feeling was that the students appreciated the time spent together and where able to learn a lot about our Christian faith.

As Pastors working together on the project we were very encouraged with the feed backs we received and are preparing for the next group to kick off after the summer holidays. We are looking forward to receiving as many registrations as possible. The classes are opened to all youths from Hamburg, who want have the experience of learning in an intercultural atmosphere.

P. Mansaray

Café Mandela: Live-Musik mit Henning Eigenwald

Das Café Mandela ist ein interkultureller Treffpunkt. Hier treffen sich Menschen mit und ohne Migrationshintergrund und tauschen sich zu verschiedenen Themen aus. Am Samstag, den 13. August 2016 begleitet der Musiker Henning Eigenwald das Café mit seiner Musik. Zusammen mit dem Verein Freunde alter Menschen e.V. lädt das Afrikanische Zentrum Borgfelde ab 15 Uhr zu einem multikulturellen Nachmittag ein. Es wird Kaffee, Tee und Kuchen sowie kleine afrikanische Köstlichkeiten geben.

Henning Eigenwald ist Musik-Therapeut und spielt in der Beatles-Coverband Die Koschmiders. Er spielt Musik aus den 50er und 60er Jahren, alte Hamburger Lieder und viele weitere bekannte Hits. Musikwünsche können während der Veranstaltung gerne an ihn gerichtet werden.

Der Verein Freunde alter Menschen e.V. ist eine internationale Freiwilligen-Organisation. In Deutschland unterstützt der Verein vor allem ältere Menschen, die nicht mehr so mobil sind. Die Mitglieder des Afrikanischen Zentrums Borgfelde und die Kirchengemeinde der Erlöserkirche in Borgfelde freuen sich auf einen gemeinsamen interkulturellen Austausch.

Datum: Samstag, 13. August 2016
Zeit: 15 Uhr bis 17 Uhr
Ort: Café Mandela im Gemeindehaus der Erlöserkirche Borgfelde
Jungestr. 5, 20535 Hamburg
Eintritt: frei